Bildbände über Asien - Ostasien.net

 
 
  Michael Yamashita: Marco Polo
Eine wundersame Reise

München: Frederking und Thaler, 2003. 504 Seiten. 29,90 Euro

War er oder war er nicht? Mitte der 90er Jahre heizte Frances Wood, Leiterin der chinesischen Abteilung des British Museum, die alte Diskussion um Marco Polos Reise erneut an. Er sei nie bis nach China gekommen, so lautete ihr kategorisches Urteil, seine Reisebeschreibung höchstens ein Bericht aus zweiter Hand.

Michael Yamashita wollte es genau wissen. Vier Jahre lang reiste der Fotograf im Auftrag von National Geographic auf den Spuren Marco Polos von Venedig über die Seidenstraße durch Zentralasien nach China, von dort Südostasien und über Indien und Arabien wieder zurück. Im Gepäck: mehrere Fotoapparate und 1000 Filme.

Was er sah, ließ keinen Zweifel offen. "Auf unserer Reise staunten wir immer wieder, wie genau Marco Polo berichtet hatte", schreibt Yamashita im Vorwort. Nach sechs Jahrhunderten fand er alles noch so vor, wie der Venezianer es beschrieben hatte: den Bach mit dem vom Kupfer grün verfärbten Wasser im Iran, die Menschen mit den Goldzähnen in Südchina oder die indischen Fischer, die noch genauso wie zu Zeiten Marco Polos mit ihren Booten aufs Meer hinausfahren. "Bei jedem triumphalen Treffer wuchs meine Überzeugung, dass Polo alles, worüber er schrieb, selbst gesehen hatte. Nicht nur war alles so, wie von ihm geschildert, sondern wir fanden auch alles genau dort, wo wir seinem Buch zufolge danach suchen sollten", lautet das Fazit Yamashitas.

Den Beweis für seine Thesen liefert er gleich mit: Auf 500 Seiten hat er die schönsten Bilder, die er auf seiner wundersamen Reise gemacht hat, zusammengestellt. Wer sich nicht selbst auf den Spuren Marco Polos nach China begeben kann, bekommt hier einen angemessenen Ausgleich.

Michael Yamashita unterhält auch eine eigene Website zu seinem Marco Polo-Projekt - siehe unsere Linkliste. (wp)

  Marco Polo

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  Michel Jan (Text), Roland und Sabrina Michaud (Fotos): Die Chinesische Mauer
München: Hirmer, 2000. 266 Seiten.

Sehr schön gestalteter Bildband über das chinesischste aller Bauwerke im Reich der Mitte. Die Fotografen Roland und Sabrina Michaud sind vorwiegend im Winter durch China gereist und präsentieren die Mauer in einer Stimmung jenseits der üblichen Postkarten-Motive. Doch nicht nur die qualitativ hochwertigen Fotos bestechen, sondern auch die ästhetische Aufmachung des Bandes. Allerdings hat diese Ästhetik auch ihren Preis. (wp)

Siehe auch unseren Bericht über neue archäologische Mauerfunde in der Lop Nor-Wüste.

  Die Chinesische Mauer

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  Bruno Baumann: Abenteuer Seidenstraße
Auf den Spuren alter Karawanenwege

Hamburg: National Geographic, 2005. 288 Seiten. 11 Euro
München: Herbig, 2001. 286 Seiten. 19,90 Euro

Gibt es einen attraktiveren Titel als "Abenteuer Seidenstraße"? Zwei Worte, die die Fanstasie anregen - zusammengefügt zum Titel eines Bandes über den langen Weg, den in alter Zeit die edlen Seidenstoffe nahmen. Von Xi'an, der alten Kaiserstadt, über Jiayuguan, der Stadt, die lange als Endpunkt der Großen Mauer galt, durch die Wüsten Zentralasiens, nach Kashgar, der arabischsten Stadt Chinas. Von dort führt der Weg weiter in die eisigen Höhen des Pamir zu den alten Handelszentren Samarkand und Buchara. Auch wennn die Zeiten Marco Polos lange vorbei sind, läßt Baumann keinen Zweifel, dass eine Reise durch die wilden Gegenden Zentralasiens auch heute noch kein Spaziergang sind. Baumann selbst geriet in höchste Gefahr beim Versuch, die Wüste Gobi allein zu durchqueren. (wp)

Bruno Baumann betreibt auch eine eigene Homepage - siehe unsere Linkliste.

  Abenteuer Seidenstraße. Aufden Spuren alter Karawanenwege

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  Fredi Lange: Geheimnisvolle Karawanenwege im Herzen Asiens
München: Bruckmann, 1999. 143 Seiten.

Wer hat noch nicht davon geträumt, auf dem Rücken eines Kamels durch die Wüste Gobi zu reiten? Mit den Nomaden durch die Mongolei zu ziehen? Mit den Tibetern zum Berg Kailash zu pilgern? Oder am Khunjerab-Pass die pakistanisch-chinesische Grenze zu überqueren? Fredi Lange hat diese Träume wahrgemacht und läßt uns mit diesem Bildband daran teilhaben. (wp)

Autor Fredi Lange betreibt auch eine eigene Website - siehe unsere Linkliste.

  Geheimnisvolle Karawanenwege im Herzen Asiens

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  Alexander P. Englert, Yang Lian: China Daily
Berlin: Schwarzkopf & Schwarzkopf, 1995. 40 Seiten.

China Daily ist ein China-Bildband ohne Kaiserpalast, Große Mauer, ohne Shanghai und Wirtschaftssonderzonen. China Daily widmet sich ganz den Bewohnern des Reiches der Mitte, fängt sie ein beim Essen, auf der Straße, beim Musizieren oder bei der täglichen Arbeit. Zwischen den Seiten mit Englerts Schwarz-Weiß-Fotos sind transparente Seiten mit Gedichten von Yang Lian eingeheftet. Gedichte, in denen Yang die Resignation der Chinesen nach der Niederschlagung der Demokratiebewegung reflektiert. Apropos eingeheftet: Die Fotos sind auf dicken Karton gedruckt, die Gedichte auf transparentes Papier. Das bibliophile Werk ist in einer jahrhundertealten chinesischen Buchbindekunst mit Stoffbändern gebunden. (wp)

Eine ausführliche Rezension gibt es hier

 

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