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Japan

 
 
  Sujata Massey: Die Tote im Badehaus
München: Piper, 2002. 462 Seiten. 9,95 Euro
München: Kabel, 1999. 462 Seiten.

Bloß raus aus der Stadt, über Neujahr ein paar Tage in den Bergen entspannen. Und Ruhe hat die Sprachlehrerin Rei Shimura, halb Amerikanerin, halb Japanerin, dringend nötig.

Doch statt einem ruhigen Neujahrsfest gerät Rei in eine volle Pension mit einer nervenden Amerikanerin, mehreren japanische Geschäftsleuten - und dem attraktiven Schotten Hugh Glendinning, der in Unkenntnis der japanischen Schriftzeichen, in das Badehaus stürmt, in dem sich Rei gerade niedergelassen hat.

Zu allem Überfluss wird am nächsten Morgen die Frau des japanischen Konzernchefs tot im Garten aufgefunden. Und so findet sich Rei plötzlich im Mittelpunkt eines Mordkomplottes wieder.

Die Spur der Toten im Badehaus führt schließlich zu den amerikanischen Truppen, die seit Ende des Krieges in Japan stationiert sind - ein Thema, über das in Japan niemand gern spricht.

Sujata Massey, die selbst einige Jahre in Japan gelebt hat, greift in ihren Krimis Themen aus dem gesellschaftlichen Leben Japans auf und vermittelt so einen interessanten Einblick in das auch heute noch sehr ritualisierte Leben der Japaner. Die Wahl ihrer Hauptfigur Rei Shimura, eine Japo-Amerikanerin, die in den USA aufgewachsen ist und nun in Japan lebt, ist dabei ein außerordentlicher Glücksgriff: Mit der Amerikanerin Rei stehen wir verwundert vor den Verhaltenscodes der Japaner, die uns so wenig verständlich sind und deren Barriere wir Langnasen nie durchbrechen können. Die Japanerin Rei, die sich unerkannt im Land bewegt, hingegen eröffnet auch die Binnenperspektive - und den Blick der Japaner auf die Langnasen. (wp)

  Die Tote im Badehaus

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  Sujata Massey: Zuflucht im Teehaus
München: Piper, 2002. 301 Seiten. 8,95 Euro
München: Kabel, 2000. 301 Seiten.

Nachdem sie ihren ersten Fall erfolgreich gelöst hat, ist Rei Shimura bei Hugh Glendinning eingezogen, einem Schotten, der in Tokio arbeitet. Hugh hat Rei überzeugt, endlich ihren Traum wahrzumachen und in das Geschäft mit fernöstlichen Antiquitäten einzusteigen.

Doch ausgerechnet mit der Kommode aus der Edo-Zeit (1600 - 1867), die Rei im Auftrag einer Dame aus einer der einflussreichsten Familien Japans ersteht, stimmt etwas nicht. Das sündhaft teure Stück entpuppt sich als Fälschung. Reis detektivischer Ehrgeiz ist geweckt - sie nimmt die Ermittlung auf.

Ihre Ermittlungen führen Rei aufs Land, in einen buddhistischen Tempel, deren Hüter der Clan ihrer Auftraggeberin ist. So kann der Leser nicht nur Rei bei ihrer gefährlichen Ermittlung über die Schulter schauen, sondern erfährt auch einiges über Zen-Buddhismus und japanische Antiquitäten. (wp)

  Zuflucht im Teehaus

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  Sujata Massey: Bittere Mandelblüten
München: Piper, 2003. 400 Seiten. 9,95 Euro
München: Piper, 2002. 398 Seiten.

Ikebana, die Kunst des Blumensteckens, ist nicht einfach nur ein netter Zeitvertreib für japanische Hausfrauen. Das erfährt auch Rei Shimura in ihrem dritten Fall: Schon in der ersten Stunde im Ikebana-Kurs, zu dem ihre Tante Norie sie überredet hat, gerät Rei mit der herrischen Lehrerin Sakura aneinander.

Doch dann wird Sakura tot aufgefunden - ermordet, und Tante Norie gerät unter Mordverdacht. Rei zögert nicht eine Minute und beginnt, im Milieu der alt ehrwürdigen Ikebana-Schulen nach dem Mörder zu suchen.

War es wirklich Norie, auf die alle Indizien hinweisen? Welche Rolle spielen die Umweltschützer, die vor der Ikebana-Schule demonstrieren? Und in welcher Verbindung stehen sie zu dem attraktiven Takeo, dem designierten neuen Chef der Schule? Ein vertrackter Fall für Rei Shimura. (wp)

  Bittere Mandelblüten

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  Sujata Massey: Tödliche Manga
München: Piper, 2004. 381 Seiten. 8,90 Euro
München: Piper, 2003. 384 Seiten.

Um ihrer chronischen Finanznot zu entgehen, hat Rei Shimura einen neuen Job aufgetan: Sie schreibt für ein englischsprachiges Magazin namens Gaijin Times Artikel über japanische Antiquitäten. Doch stellt der Herausgeber das Konzept des Magazins um - es soll in Zukunft als Manga-Comic erscheinen. Und Rei soll eine Story über die künstlerische Bedeutung der Comics schreiben.

Schnell stößt Rei auf einen hervorragenden Künstler, der dojinshi zeichnet, in Eigeninitiative herausgebrachte Comics, in denen bekannte Manga-Figuren auftreten - und ein Wandgemälde in einem Striplokal für Frauen. Doch der Künstler selbst ist nicht auffindbar. Nur einige seiner Freunde, die am liebsten als Comicfiguren verkleidet, durch Tokyo wandeln.

Der Fall wird immer undurchsichtiger, als einer der Comicfans mit einem Erkennungszeichen der Yakuza auf der Stirn tot aufgefunden wird. Steckt das organisierte Verbrechen hinter der ganzen Geschichte? Weshalb sonst treiben sich so viele finster aussehende Gestalten am Strand von Isshiki herum, nur einen Steinwurf von Takeos Landhaus entfernt. Was hat die Praktikantin der Gaijin Times mit ihnen zu schaffen?

Und dann wird auch Rei selbst Opfer eines heimtückischen Anschlags... (wp)

  Tödliche Manga

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  Woon-Jung Chei: Märchen aus Japan
Frankfurt/Main: Fischer, 1996. 173 Seiten.

Japanische Märchen gibt es in großer Fülle. Denn die ältesten Stoffe sind bereits aus der Nara-Periode, also ab dem 8. Jahrhundert unsererer Zeitrechnung überliefert. Von Japanern werden sie alle unter dem Begriff "Volkserzählungen" zusammengefasst, wobei sie auf strenge Differenzierungen nach Legenden, Märchen oder Sagen praktisch keinen Wert legen. Trotzdem kann sie inhaltlich in drei große Gruppen aufteilen, nämlich Tiermärchen, Geister- und Dämonenmärchen und schließlich eine große Anzahl von Schwankmärchen. Alle drei Arten werden in dem kleinen Sammelband "Japanische Märchen" wiedergegeben, bemerkenswerterweise aber nicht von einem Japaner, sondern einer Koreanerin: kurz, aber gefühlvoll, in jedem Fall sehr unterhaltsam. (ah)   Märchen aus Japan

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