Romane aus und um Asien - Ostasien.net

Mongolei

 
 
  Malcolm J. Bosse: Der Khan
München: dtv, 1997. 410 Seiten.

Asien zittert als Anfang des 13. Jahrhundert Dschingis Khan seine Armeen entfesselt. Als erstes fallen die nordchinesischen Reiche Xixia und Qin unter den Hufen der mongolischen Reiterhorden. Dann wenden sie sich nach Westen.

Doch ein Reich läßt sich zwar vom Pferd aus erobern, nicht aber reagieren, wie ein chinesischer Berater dem Khan klarmacht. Und stark befestigte Städte nicht mit berittenen Bogenschützen erobern. Also werben die Mongolen Techniker, Beamte und Handwerker aller Nationen an, wie den Chinesen Li Shan, den Ich-Erzählers von Bosses historischem Roman. Nicht ganz freiwillig kommt der jungen Mandarin mit - die Mongolen entführen ihn , als er sich gerade beim Leibesspiel vergnügt.

Er findet sich in einer fremden, barbarischen Welt, die so gar nicht mit seinem feinsinnigen Geschmack verträgt. Alles hier ist roh, brutal, hart. Aber mit der Zeit verfällt auch Li dem Bann des Herrschers der Steppe. Anfangs noch als Lehrer der Söhne angestellt, gewinnt er bald das Vertrauen des "Ozeanglischen Herrschers" und steigt zu dessen Berater auf, während Dschingis sich anschickt, ein Weltreich zu erobern.

Spannender kann Geschichte kaum erzählt werden. (wp)

  Der Khan

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  Fritz Mühlenweg: In geheimer Mission durch die Wüste Gobi
Lengwil am Bodensee: Libelle 1993. 776 Seiten. 27,80 Euro

Das Abenteuer fängt, wie alle Abenteuer, ganz harmlos an: Christian und sein chinesischer Freund Großer Tiger wollen vor dem Beijinger Stadttor ihren Drachen steigen lassen. Doch ehe sie sich's versehen, geraten sie in die Wirren des chinesichen Bürgerkriegs und sind, ausgerüstet mit einer geheimen Botschaft, unterwegs nach Urumqi. Im Lastwagen (der erste, der je die Wüste Gobi durchquert hat), auf Pferden und Kamelen ziehen sie westwärts. Unterwegs treffen sie auf den hinterlistigen Grünmantel, den Nomaden Naidang und seine Tochter Siebenstern und schließlich Dampignak, den mächtigsten Räuberhauptmann der Wüste Gobi. Von Mühlenweg als Jugendbuch geschrieben, fesselt In geheimer Mission... auch diejenigen, die im höheren Alter nicht verlernt haben, sich von Beschreibungen ferner Länder fesseln zu lassen.

Der Libelle-Verlag hat Mühlenwegs Roman wieder ungekürzt auf den Markt gebracht, nachdem lange Zeit nur die stark gekürzte Fassung "Großer Tiger und Christian" erhältlich war. (wp)

  In geheimer Mission durch die Wüste Gobi

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  Fritz Mühlenweg: Fremde auf dem Pfad der Nachdenklichkeit
Der Kundschafter-Roman

Lengwil am Bodensee: Libelle, 1992. 301 Seiten. 19,90 Euro

Ein Schwabe in der Mongolei: Fritz Mühlenweg, Drogist aus Konstanz, reiste mit Sven Hedin durch China und die Mongolei. In den Fremden schildert Mühlenweg eine Episode der Expedition Hedins durch die Wüste Gobi. Neben den Schilderungen von Mühlenwegs eigenen Erlebnissen ist der Roman auch eine Fortsetzung der Geheimen Mission. Wer Christian und seinen Freund Großer Tiger nach Urumqi begleitet hat (siehe oben), wird hier einige Bekannte wieder treffen. (wp)   Fremde auf dem Pfad der Nachdenklichkeit

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